Tag 11 im Dschuuuuungel – 16 Kilometer, Fort Fun und 50 Liter Bolognese 🌿🎢🍝
Liebes Lagertagebuch, gestern musstest du ausnahmsweise mit Julius vorliebnehmen. Der hat die Berichterstattung übernommen und den Eltern einen kreativen Lückentext hinterlassen. Warum? Weil KTB und unsere Dschungelreporterin Luise ab 23:30 Uhr plötzlich keine Pressearbeit mehr machten, sondern in der Küche standen.
Von der Presse direkt an den Herd!
Auf dem nächtlichen Programm standen nämlich schlappe 50 Liter Bolognese für den heutigen Abend. Also wurde geschnibbelt, angebraten, gerührt, gewürzt und zwischendurch natürlich immer wieder probiert. Man muss schließlich sicherstellen, dass auch wirklich alle 50 Liter schmecken.
Bis ungefähr 2:30 Uhr standen die beiden in der Küche. Danach hieß es: schnell in den Schlafsack, Augen zu und wenigstens ein paar Stunden so tun, als würde man schlafen. Denn bereits um 7:30 Uhr klingelte der Wecker. Fort Fun wartet schließlich nicht – auch nicht auf zwei übermüdete Bolognese-Köchinnen.
Während der Rest des Lagers langsam wach wurde und sich auf den großen Ausflug vorbereitete, war eine unserer Gruppen schon deutlich länger unterwegs. Sie hatte die Nacht als „Drop Outs“ in Zelten am Hennesee verbracht. Ausgestattet mit einer Schatzkarte und verschiedenen Tipps musste die Gruppe ihren Weg selbst finden.
Am Vortag legten die Kinder bereits elf Kilometer zurück, am Morgen kamen noch einmal fünf Kilometer hinzu. Begleitet wurden sie von drei Betreuern – den richtigen Weg mussten sie aber trotzdem selbst herausfinden. Es wurde auf die Karte geschaut, beraten, gesucht und vermutlich auch der ein oder andere Umweg als „landschaftlich schönere Strecke“ verkauft.
Pünktlich zur Abfahrt in den Fort Fun stand die Gruppe tatsächlich wieder vor unserer Halle. Insgesamt 16 Kilometer, eine Nacht im Zelt und jede Menge Abenteuer lagen hinter ihnen – und trotzdem ging es für sie direkt weiter in den Freizeitpark. Ferienlager bedeutet schließlich nicht Erholung, sondern Erlebnisse!
Die Drop-Out-Aktion wurde in diesem Jahr zum ersten Mal geplant und durchgeführt und war laut allen Beteiligten absolut „wiederholungsbedürftig“. Ein großes Dankeschön geht an Roman, der das Abenteuer akribisch vorbereitet hatte. Bereits einige Wochen zuvor hatte er die Umgebung erkundet, Wege geprüft und alles so geplant, dass die Gruppe am Ende tatsächlich wieder bei uns ankam. Hat funktioniert – darf also wiederholt werden!
Um 9:30 Uhr saßen schließlich alle in den Bussen und es hieß: Abfahrt in den Fort Fun! Mit dabei war auch Schwester Kathrin, die uns durch den Tag begleitete.
Im Park angekommen, verteilten sich die Gruppen in alle Richtungen. Es wurde Achterbahn gefahren, gekreischt, gelacht und bei manchen Fahrgeschäften zunächst ganz mutig „Ja!“ gesagt – nur um kurz danach zu überlegen, ob das wirklich eine gute Entscheidung gewesen war. Aber was wäre ein Tag im Fort Fun ohne flaues Gefühl im Magen und wilde Frisuren nach der Achterbahnfahrt?
Mittags stärkten wir uns mit verschiedenen Leckereien aus Teig. Danach ging es direkt weiter von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft, denn so ein Tag im Freizeitpark muss schließlich vollständig ausgekostet werden. Am Ende waren die Beine schwer, die Stimmen etwas heiser und viele Augen schon auf der Rückfahrt verdächtig klein.
Zurück an der Halle wartete dann endlich das große kulinarische Finale: Luises und Karins nächtliche Bolognese!
50 Liter Soße, gekocht zu einer Uhrzeit, zu der vernünftige Menschen längst schlafen, standen bereit, um eine Horde hungriger Dschungelbewohner satt zu machen. Nach 16 Kilometern Drop-Out-Abenteuer, einem langen Tag im Fort Fun und jeder Menge Action schmeckte sie natürlich besonders gut.
Und so endete ein ziemlich typischer Ferienlagertag: Die einen liefen 16 Kilometer durch das Sauerland, die anderen kochten mitten in der Nacht 50 Liter Bolognese und am Ende saßen wieder alle gemeinsam am Tisch.
Müde? Auf jeden Fall.
Glücklich? Sowieso.
Normales Leben? Können wir nach dem Ferienlager wieder machen. 🌿🎢🍝






















































